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Kurze Geschichte der Herz-Jesu Pfarrgemeinde

Quelle: privat

Der Beginn der Herz-Jesu-Pfarrei, die eigentlich dem heiligen Mauritius geweiht ist, verliert sich im Dunkel der Geschichte. Die heutige evangelische Kirche, errichtet im 12./13.Jahrhundert, war lange Zeit die einzige Pfarrkirche im Ort. Sie war schon von Anfang an dem ottonischen Reichsheiligen Mauritius gewidmet, was vermuten lässt, dass bereits im 9./10 Jahrhundert eine Pfarrgemeinde bestanden hat. Noch heute zeugen qualitätsvolle Fresken (um 1300) im Chor, z.B. Maria mit Jesuskind, Elisabeth von Thüringen und Katharina von Alexandria von der Dimension mittelalterlichen Glaubens. Die Glocken gehören zu den ältesten der Region, 1470 und 1510 von großen Meistern gegossen.

Mit der Kirchenordnung Kurfürst Ottheinrichs am 4. April 1556 hielt die Reformation Einzug, mit kurzer Unterbrechung im Dreißigjährigen Krieg bis 1685 führende Religion. Am 26. Oktober 1698 eröffnete Kurfürst Johann Wilhelm den katholischen Gläubigen die protestantischen Kirchen zur Mitbenutzung, die Kirchenteilung 1705 führt dazu, dass am 10. Januar 1707 die Mauritiuskirche endgültig an die Reformierten überging. Die Katholiken behalfen sich mit der kurfürstlichen Kelter als Gotteshaus, die in der Nußlocher Straße an der Stelle der heutigen Abfüllanlage der Bergbrauerei gestanden hat. Dort errichtete man 1725/26 auch eine ebenfalls dem Mauritius geweihte kleine barocke Kirche, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu klein geworden war.

Der Grundstein für die heutige Kirche wurde 1914 gelegt, doch die Bauarbeiten mussten während des ersten Weltkrieges ruhen. Ostermontag 1921 wurde die Kirche benediziert, feierlich auf das heiligste Herzen Jesu und den heiligen Mauritius, geweiht, dann am 29. Juni 1924 durch Weihbischof Dr. Sproll (Rottenburg).

Das heutige Aussehen verdankt sie der Innenrenovation durch Pfarrer Georg Baumann Mitte/Ende der 50er Jahre, der das barocke Aussehen der modernen Zeit anpasste, die große Kreuzigungsgruppe des Münchner Künstlers Prof. Karl Baur und neue Altäre, eine neue Orgel und den Kreuzweg beschafft hat. 1963 folgten der Bau des St. Mauritiushauses mit Kindergarten und 1973 der St. Georg-Kindergarten. Bei der Renovierung 1975 wurde der Zelebrationsaltar nach den Vorstellungen des Zweiten Vat. Konzils gestaltet.

Quelle: privat

Jüngst hat die Pfarrgemeinde die ehem. Taufkapelle zur Herz-Jesu-Kapelle umgewidmet, in der eine qualitätsvolle Herz-Jesu-Figur zu Andacht und Erbauung einlädt. Der barocke, aus rotem Sandstein schön gearbeitete Taufstein hat nun seinen Platz im Triumphbogen vor dem Chor gefunden und bildet mit der barocken Auferstehungsfigur ein wunderbares Ensemble zusammen mit dem großen Altarbild

Pfarrer Herbert Blümle holte gleich nach seiner Ankunft 1979 die indischen Schwestern nach Leimen und gründete das Haus Karmel. Zusammen mit weiteren Verantwortlichen erreichte er auch die Integration der Ökumenischen Sozialstation 1994 und legte den Grundstein für die Hospizhilfe. Er renovierte die Kirche außen 1980 und innen 1985, erweiterte 1990 den St. Georg-Kindergarten und begann 1996 den Umbau des St. Mauritius-Kindergartens. War er schon für die Pfarrei St. Peter Gauangelloch mit zuständig, so bekam sein Nachfolger Johannes Balbach auch die Nußlocher Pfarrei St. Laurentius mit übertragen. Seit 29. Juni 2001 arbeiteten die drei Pfarreien in der Seelsorgeeinheit Leimen-Nußloch-Gauangelloch zusammen. Im Oktober 2011 kam dann noch die Seelsorgeeinheit St. Ilgen-Sandhausen hinzu, so dass die jetzige Seelsorgeeinheit Leimen-Nußloch-Sandhausen nun 5 Gemeinden umfasst.Eine umfassende Kirchenaußenrenovierung wurde unter Pfarrer Arul Lourdu 2013/14 durchgeführt.

Pfarrer des 20. und 21. Jahrhunderts in Leimen

Otto Halter, Pfarrer vom 6.11.1890 bis 2.8.1909

Leopold Schweizer, Pfarrer vom 20.8.1909 bis 27.9.1922

Lorenz Fromhold, Pfarrer vom 27.9.1922 bis 15.1.1954

Georg Baumann, Pfarrer vom 28.4.1954 bis 1.1.1979

Herbert Blümle, Pfarrer vom 1.1.1979 bis 24.9.1997

Johannes Balbach ab 12.10.1999 bis 30.4.2008 Pfarrer von Herz-Jesu und St. Peter Gauangelloch. Vom 18.10.1999 zusätzlich Pfarrer von St. Laurentius Nußloch; Leiter der am 29. Juni 2001 errichteten Seelsorgeeinheit Leimen.

Seit 1.1.08 Dekan des Dekanats Mosbach-Buchen

Arul Lourdu Pfarrer seit dem 1.5.2008,  Leiter der Seelsorgeeinheit Leimen-Nußloch-Sandhausen.

Am 7.9.2008 feierten wir seine Investitur.

Wer mehr über die Geschichte Leimens und besonders unserer Kirchengemeinde erfahren möchte, dem sei das Buch „Der Kirchturm ist dem Himmel nah“ von Berno Müller empfohlen. Erhältlich im örtlichen Buchhandel oder über das Pfarramt. Der Erlös ist für die Restaurierung wertvoller Statuen bestimmt.